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2026 Gewinner

Wohnen⁺: Mehr als vier Wände – Innovative Services für modernes Mieten

Für ihr Projekt "Symbiose aus Wohnen und Arbeiten" erhielt die Berliner GESOBAU AG den DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2022.
Für ihr Projekt „Quartiersentwicklung Juchaczstraße“ erhielt die GWL Grundstücks- und Wohnungsbau GmbH Lippstadt den DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2026.

Das Unternehmen zeigt, wie sich energetische Sanierung, die Förderung des sozialen Miteinanders und die Aufwertung von Außenanlagen zu einem ganzheitlichen Ansatz verbinden lassen. Ziel der Modernisierung war der Effizienzhaus-70-Standard. Hierfür wurde unter anderem auf regenerative Energien mit Erdwärme und Photovoltaik umgestellt. Herzstück des neugestalteten Quartiers in Lippstadt ist ein Spielplatz auf einer ehemaligen Parkplatzfläche. Ergänzt wird er durch ein Sportfeld, Mietergärten und Grünflächen als generationenübergreifende Treffpunkte. Das erweiterte Bewohnerzentrum schafft zusätzliche Räume für Begegnung und Austausch. Die Mieten sind nach wie vor günstig bei voraussichtlich niedrigen Betriebskosten. Mit der Quartiersentwicklung ist es gelungen, neben energetischen Verbesserungen auch die Wohn- und Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner deutlich zu steigern.

Die jenawohnen GmbH konnte die Jury mit ihrem Projekt „Smartes Quartier Jena-Lobeda“ überzeugen.

Das Unternehmen hat ein Modellprojekt für vernetztes Wohnen im Bestand geschaffen. Bis 2024 wurden innerhalb von fünf Jahren 250 Wohnungen in drei WBS70-Gebäuden saniert und mit digitaler Technik ausgestattet. Dazu gehören digitale Schließsysteme sowie intelligente Steuerungen für Licht und Raumklima. Durch Sanierung und intelligente Heizungssteuerung wird der Wärmeverbrauch nach einer Untersuchung der Westsächsischen Hochschule Zwickau um bis zu 30 Prozent gesenkt. Ergänzt wird das Angebot durch einen Telemedizinraum und barrierearme Gesundheitsapartments. Datenschutz, IT-Sicherheit und die Absicherung des laufenden Betriebs wurden im Quartier von vornherein mitgedacht. Um die Akzeptanz für die Technik zu erhöhen, setzte das Unternehmen bis Ende 2025 ein Community Management ein. Trotz hoher Investitionen sind die Mieten günstig. Die Lösungen sind skalierbar und auf andere Quartiere übertragbar. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, dass bezahlbares Wohnen und innovative Technologie kein Widerspruch sein müssen.

Das Projekt „henA Quartiersgebäude am Hechinger Eck“ von der GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Tübingen mbH wurde mit dem Branchenpreis ausgezeichnet.

Das Projekt ist ein Lehrstück dafür, wie generationsübergreifendes Zusammenleben gelingen kann. Das im Sommer 2024 fertiggestellte Quartiersgebäude entstand in Kooperation mit der Stadt Tübingen und der Altenhilfe Tübingen. Es vereint unter einem Dach 29 geförderte Mietwohnungen, ein Pflegeheim mit 60 Plätzen, eine Apotheke sowie vier Klassenräume mit Mensa zur Erweiterung der Grundschule. Die räumliche Nähe der unterschiedlichen Nutzungen schafft vielfältige Begegnungsräume und fördert den Austausch zwischen Jung und Alt ebenso wie die soziale Teilhabe im Quartier. Die Mieten sind sehr moderat. Auch baulich überzeugt der Innovationsgrad: Das Vorhaben wurde in Holzhybrid-Bauweise errichtet, in einem eng getakteten Ablauf mit hohem Vorfertigungsgrad. Das Projekt vereint nachhaltiges Bauen mit einem durchdachten Nutzungskonzept und schafft damit einen lebendigen Begegnungsort für das gesamte Quartier.

Für das Projekt „wagnisWEST - Gemeinschaftsmacher statt Reihenhäuser“ hat die Jury einen Sonderpreis an die Wohnbaugenossenschaft wagnis eG und Wohnungsgenossenschaft München-West eG vergeben.

Die Genossenschaften haben gemeinsam in München-Freiham gebaut. Entstanden sind sechs Holzhybridgebäude mit insgesamt 134 Wohnungen, darunter sieben Clusterwohnungen sowie fünf ambulant betreute Wohnungen für Menschen mit Behinderung. Die Bewohnerinnen und Bewohner waren von Beginn an aktiv an der Planung des 2024 fertiggestellten Vorhabens beteiligt. Die Gemeinschaftsräume werden von ihnen selbst verwaltet und finanziert. Der Treff des SOS-Kinderdorfs, die Gastronomie und der Raum „Casino“ haben sich mittlerweile zu wichtigen Begegnungsorten in der Mikrostadt entwickelt. Auch Aspekte der Kreislaufwirtschaft und des Re-Use wurden konsequent umgesetzt. Das Projekt zeigt die Vielfalt, die Wohnprojekte bieten können: Von der Kooperation zweier Genossenschaften über gemeinschaftsbildende Architektur bis zu innovativen Grundrissen und ökologischer Planung und das alles zu einer bezahlbaren Miete.

#DWZukunftspreis