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2023 Gewinner

Wärmewende im Bestand intelligent gestalten

Für ihr Projekt "Symbiose aus Wohnen und Arbeiten" erhielt die Berliner GESOBAU AG den DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2022.
Für ihr Projekt „Energieautarker Plattenbau Kopernikusstraße 10-16“ erhielt die Ascherslebener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH den DW- Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2023.
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Wie wird ein Plattenbau fit für die Zukunft? Die Ascherslebener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH setzt ein Zeichen für intelligente Bestandssanierung, indem sie die Haustechnik und das Mietkonzept in der Kopernikusstraße 10-16 komplett neu gedacht hat. Dabei wurde ein Plattenbau aus den Siebzigerjahren zu einem weitestgehend energieautarken Wohnhaus umgebaut und durch vor Ort produzierten Sonnenstrom sowie zugekauften grünen Strom CO₂-frei betrieben. Für die Wärmewende hat das Wohnungsunternehmen auf vollelektrische Infrarotheizungen umgerüstet. Das Projekt zeichnet sich in dem diesem Bereich und bei der Warmwasserbereitung durch einen hohen Grad der Enttechnisierung aus. Der Clou für die Mieterinnen und Mieter: Ein Inklusivmietsystem stabilisiert die Kostenbelastungen, bietet diesen Planungssicherheit und vereinfacht das Abrechnungssystem auf Seiten der Wohnungsgesellschaft.

Der Genossenschaftsbund Isarwatt eG konnte die Jury mit ihrem Projekt „Energie in eigenen Händen – Das Geschäftsmodell der Isarwatt eG“ überzeugen.
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Die Isarwatt eG ist eine von ursprünglich sechs Wohnungsgenossenschaften gegründete Energiegenossenschaft. Mit ihrem Ansatz „Energie in eigenen Händen“ versorgt sie ihre Mitgliedsunternehmen mit Dienstleistungen in den Bereichen Energie, Mobilität & Sharing sowie Digitale Services. Das Beispiel derBaugenossenschaft München von 1871 eG zeigt, dass die Mieterstromprojekte unter Einsatz von Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerken dafür sorgen, dass die Energiewende dezentral vor Ort umgesetzt wird. Außerdem profitieren die Mieterinnen und Mieter auch im eigenen Haushalt von günstigem, umweltfreundlichem Strom. Die Jury lobt den ganzheitlichen Ansatz des Projekts mit Vorbildcharakter für die gesamte Branche.

„Serielle Modernisierung in der Zeppelinstraße“ von Renowate, einem Joint Venture der LEG Immobilien und der Rhomberg Bau wurde mit dem Preis ausgezeichnet.
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Serielle Sanierung funktioniert schnell, effizient und kostengünstig. Das beweist Renowate, ein Joint Venture der LEG Immobilien und der Rhomberg Bau mit dem Projekt „Serielle Modernisierung in der Zeppelinstraße“. Acht Bestandsgebäude wurden in Mönchengladbach in nur sechs Monaten energetisch saniert. Gleichzeitig wurde die Anlagentechnik erneuert und Wärmepumpen eingesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nach der Sanierung sind die Bestandsgebäude nun zukunftsfähig und nahezu CO2-neutral. Die Jury sieht im Hinblick auf die Erreichung der Klimaziele großes Potenzial in der seriellen Sanierung, denn die dringend erforderlichen Sanierungsvolumina lassen sich so in vergleichsweise kurzer Zeit bewältigen, was angesichts des Handlungsdrucks einerseits, sowie des Fachkräftemangels andererseits, für die Wärmewende im Bestand von wesentlicher Bedeutung ist.

#DWZukunftspreis